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Bangkok, Tag 4 – Auf dem wilden Fluss

Für unseren letzten „richtigen“ Bangkok-Tag (am fünften ging es am Abends gen Süden) hatten wir uns ein Tagesticket für die Fähren auf dem Fluss Chao Phraya besorgt und wollten Bangkok einmal von dieser Seite kennenlernen. Für 150฿ (umgerechnet ca. 3,50€) kann man die Fähre in einem bestimmten (innerstädtischen) Abschnitt in beide Richtungen beliebig oft nutzen – das ist deutlich günstiger als Tuk Tuk und gerade bei dieser verrückten Verkehrssituation auch etwas stressfreier.

An der Endhaltestelle sind wir ausgestiegen, um am Phra Sumen (einem der zwei verbleibenden Forts) vorbei in Richtung des Democracy Monuments zu laufen. Zugegeben: Das Democracy Monument war gar nicht unser eigentliches Ziel, aber eine andere Sehenswürdigkeit haben wir trotz Google Maps einfach nicht gefunden. Ich weiß schon gar nicht mehr, weswegen wir eigentlich in der Gegend waren, aber von lauter Musik und einer Festivalkulisse wurden wir dann zum Democracy Monument gelockt, an dem irgendein Volksfest im Gang war. Die anwesenden Thailänder saßen im Schatten und pusteten kräftig in Trillerpfeifen, während sie zusätzlich mit Plastik-Klatsch-Händen hantierten – eine eigenartige Szene, die wir wegen der drückenden Mittagshitze schnell hinter uns ließen.

Der nahegelegenen Khao San Road haben wir dann einen weiteren Besuch abgestattet – aber nur zu einem kurzen Bummel ohne längeres Verweilen (ist auch schön, das einfach nur auf sich wirken zu lassen, während man dutzende Verkäufer abwimmeln muss 😉 ), bevor es mit dem Taxi zurück zum Hotel ging. Wir hatten noch etwas vor (siehe unten 😉 ) und wollten uns schnell umziehen – das wäre mit dem Boot etwas knapp geworden.

Apropos Boot oder Taxi – da bietet sich eine kurze Exkursion an. Wir haben nun tatsächlich alle relevanten Verkehrsmittel in Bangkok genutzt und ich möchte gerne mein (sehr subjektives) Fazit ziehen:

  • Tuk Tuk: Touristisch, laut, verrückt, Preis ist Glücks- und Verhandlungssache – Tuk Tuk ist eigentlich wie Bangkok, macht aber genau deswegen auch Spaß.
  • Taxi: Die Taxifahrer verhandeln auch gerne schon einmal – wir haben da immer einen guten Preis gemacht, aber grundsätzlich schadet es nicht, auf die Benutzung des in Bangkok vorgeschriebenen Taxameters zu drängen. Die Preise sind sehr fair.
  • Skytrain: Wir haben eigentlich nie mehr als 40฿ (ca. 0,93€) für eine Strecke bezahlt – und dafür kommt man sehr schnell und klimatisiert über den Köpfen aller, die im Stau stehen, an sein Ziel.
  • Metro (U-Bahn): Ist die Eingangs- und Taschenkontrolle schon immer Standard oder wurden aus einem anderen Grund die Sicherheitsvorkehrungen verschärft? Keine Ahnung. Mit der U-Bahn sind wir nur einmal gefahren und es war – okay. Eigentlich wie der Skytrain, aber halt unten. 😉
  • Longtail-Boat: Abzocke, aber für europäische Einkommensverhältnisse keine schmerzhafte. Wir haben am ersten Tag 200฿ (ca. 4,64€) für zwei Personen und eine einfache Fahrt gezahlt – weil wir es nicht besser wussten. Dazu kam noch eine dreiste „Anlegegebühr“ (40฿, 0,93€), die wahrscheinlich willkürlich durch diejenigen, die am Pier wohnen, erhoben wurde. Die Fahrt war es aber trotzdem wert, hat eine Menge Spaß gemacht – man düst mit über 30 km/h (GPS-gestoppt 😉 ) auf einem klapprigen langen Boot den Fluss hoch.
  • Fähre: Wenn das Ziel auch nur halbwegs in der Nähe des Wassers liegt, ist das für mich das beste Verkehrsmittel. Günstig und ohne Verkehrschaos.

Im Hotel haben wir uns geduscht und umgezogen, da wir uns für den Abend noch einen Besuch in der Sirocco Skybar vorgenommen hatten, die auch als Kulisse im Film Hangover 2 diente. Was soll ich groß sagen? Es war teuer, aber jeden Baht wert. Schaut euch einfach die Fotos an. Wann hat man schon einmal die Gelegenheit, vom 64. Stock cocktail-schlürfend über eine Millionen-Metropole wie Bangkok zu schauen?

Unser Tagesticket für die Fähre war mit der einen Fahrt Richtung Norden noch nicht wirklich ausgereizt – also sind wir kurzentschlossen wieder ins Boot gesprungen und Richtung Wat Arun gefahren. Das Boot hält auf der Ostseite, Wat Arun liegt auf der Westseite – aber das ist kein Problem, wenn man für 3฿ (ca. 0,07€!) pro Strecke mit einer recht klapperigen Fähre übersetzen kann. Wir waren so ziemlich die letzten Touristen, die noch da waren, aber so konnte ich ungestört einige schöne Schnappschüsse in der Dunkelheit machen (die letzten drei Fotos unten).

An unserem letzten Tag in Bangkok (Bericht folgt!) haben wir uns gaaaanz zufällig mit Maike und Hanna getroffen – mehr dazu später. 🙂

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