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Bangkok, Tag 1 bis 3

Auf Facebook hatte ich es gestern schon kurz erwähnt: Leider funktionierte das WLAN hier nur bedingt, also hat es an den letzten Tagen mit den Fotos und Berichten nicht ganz geklappt.

Das Frühstücks-Buffet hier im Hotel ist sehr umfangreich, auch wenn mir persönlich die Brötchen fehlen. Aber wie es (fast) überall auf der Welt üblich ist, gibt es reichlich süßes weißes Brot und Toast. Außerdem werden bereits am frühen Morgen eine Menge heißer Gerichte bereitgestellt – davon haben wir bisher jedoch nichts probiert. Auf Schweinefleisch und Reis habe ich um 10:00 Uhr morgens irgendwie nicht so richtig Lust.

Den ersten Tag haben wir zur Orientierung genutzt – es ging mit dem Boot flussaufwärts zum großen Palast, den wir jedoch (im wahrsten Sinne) links liegen ließen, um uns die ersten Tempel anzuschauen. Wat Benchamabophit und das sehr gepflegte umgebende Gelände war auch sehr nett anzusehen :-). Eigenartig fanden wir nur, dass in der ganzen Gegend ein sehr hohes Polizeiaufkommen herrschte und einige Straßensperren errichtet waren. Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass es wohl einige politische Großdemonstrationen gibt/gab, aber abgesehen von den Polizisten haben wir davon fast überhaupt nichts bemerkt.

Als Kontrastprogramm zu den Tempeln ging es anschließend zur Khao San Road – ehemals die erste Anlaufstelle für Backpacker aus aller Welt, heute irgendwie ein wilder Mix aus Gastronomie, Clubs, Geschäften und günstigen (?) Unterkünften –  internationalisiert mit zwei Burger King Filialen jeweils am Anfang und am Ende der ca. 200 Meter langen Straße. Kaufen kann man dort allerlei, mehr als 200 Baht (ca. 4,60€) sollte man aber für kein Kleidungsstück ausgeben – original ist dort sicher nichts. 😀

Zufälligerweise (als hätten wir es geplant!) sind wir genau richtig zum Loi Krathong angekommen, dem Tag des berühmten Lichterfests. Die ganze Gegend in der Nähe unseres Hotels war unfassbar überlaufen und von überall drängten Menschen in Richtung Fluss, um ein selbst gebasteltes oder zumindest selbst gekauftes winziges geschmücktes Floß ins Wasser zu lassen. Außerdem werden überall kleine Papier-Heißluftballons in den Himmel gelassen – eine tolle Kulisse!

Am zweiten Tag hat uns der Jetlag irgendwie doch etwas erwischt – nach dem Frühstück fühlten wir uns so durch den Wind, dass wir uns glatt noch einmal hinlegen und etwas Schlaf nachholen mussten. Aber was soll’s – wir sind ja schließlich im Urlaub ;-). Gegen Mittag sind wir zum berühmten Wat Pho gefahren – laut Wikipedia ein königlicher Tempel erster Klasse. Auf dem gesamten Gelände gibt es eine Menge zu bestaunen und zu fotografieren, was wir und die allerlei Touristen aus allen Ecken der Welt auch fleißig taten. Zu den Highlights gehörte eine buddhistische Messe (?) mit Mönchen und der größte liegende Buddha, den ich je gesehen habe. War bisher allerdings auch der einzige, riesig ist er trotzdem.

Nach dem Tempelbesuch wurde es schlagartig dunkel – das geht hier echt fix. Wir „retteten“ uns (allerdings mehr vor dem Hunger als vor der Dunkelheit) in ein zu einem Hostel gehörendes Restaurant nahe dem Tempel und zumindest die Hälfte von uns hat sich landestypisch versorgt. Die andere Hälfte genoss Pizza. 😉

Die Taxifahrer, die sowieso ungern das Taxameter anwerfen, scheinen sich bei stärkerem Verkehr und in den Abendstunden irgendwie allesamt darauf verständigt zu haben, dass kein Tourist mehr zu offiziellen Preisen befördert wird. Wir haben dann nach einigen Versuchen mit einem Fahrer einen guten Festpreis ausgehandelt und dann ging es zurück zum Hotel.

Bevor wir uns vertrauensvoll in die sehr kräftigen Hände zweier Thai-Masseurinnen (so heißt das jetzt doch?) begeben haben, haben wir uns noch im Zimmer etwas frisch gemacht und kurz verschnauft. Eine Stunde Massage und danach fühlt man sich… komplett auseinandergenommen. Geschont wird man da jedenfalls nicht (intensiver Einsatz der Ellbogen!), aber es hilft wunderbar gegen die Verspannungen.

Der dritte Tag begann (wie bei uns üblich) mit einem Frühstück in letzter Minute (wie gesagt: wir sind im Urlaub, da möchte ich nicht um 07:00 Uhr frühstücken 😉 ), aber ohne Hast. Gut gestärkt haben wir uns mit dem Bangkoker Skytrain und der U-Bahn zum Bahnhof begeben, um uns Zugtickets für die Weiterreise zur Insel Koh Tao zu reservieren. Direkt am Eingang wurden wir von einer freundlichen Bahnhofsmitarbeiterin abgefangen, die uns zum Schalter begleitet und bei der weiteren Organisation inkl. Transfer zur Insel geholfen hat. Bei Menschen, die einfach nur so „helfen“ möchten, sollte man speziell in Bangkok etwas vorsichtig sein – sonst wird es oft wohl teurer, als es sein müsste. Eine kurze Internet-Recherche (lokale SIM-Karten machen es möglich!) hat aber ergeben, dass preislich alles mit rechten Dingen zugegangen ist und wir bei einer Einzelbuchung von Zug, Bustransfer und Bootsfahrt auch nicht günstiger dran gewesen wären.

Eine Fahrt in einem der zahl- und für uns auch planlos verkehrenden öffentlichen Busse später fanden wir uns in Chinatown wieder. Bangkok hat einen sehr hohen chinesischen Bevölkerungsanteil und wer sich hier nach Chinatown in das Labyrinth kleiner Gassen begibt, könnte wirklich genauso gut in Peking unterwegs sein. Ein einziges Durcheinander von Menschen, Motorrollern und gelegentlich auch Autos (in Gassen, die wirklich nicht dafür ausgelegt sind) verschmelzen zu einer riesigen Masse, die sich durch alle Winkel schlängelt. Es geht permanent vorbei an irgendwelchen Billigläden (meistens Schmuck, Kleidung, Schuhe oder Spielzeug) und Essensständen – naja, wer’s mag… aber gesehen sollte man so etwas schon einmal haben!

Ein super leckeres und scharfes chinesisches Mittagessen später (stilecht draußen vor unserem Restaurant zubereitet, auf die mobilen Essensstände haben wir heute allerdings verzichtet)  sind wir dem Durcheinander entflohen und haben uns an einem weiteren Tempel (diesmal jedoch nur außen) vorbei in Richtung MBK (siehe nächster Absatz) begeben. Ich muss mich auf diesem Weg noch einmal bei Sarah entschuldigen – auf der Karte sah es wirklich nicht so weit aus! 😀 Leider zog sich unser Marsch über fast eine Stunde hin und ging quer durch kleine Straßen und eine Wohnsiedlung, die vermutlich noch nie ein Tourist betreten hat. Auf Google Maps war alles korrekt eingezeichnet – danke Google, wir sind heil angekommen!

Das MBK (kurz für Mah Boon Krong) ist ein gigantisches Einkaufszentrum, das sich über acht Etagen erstreckt und (jetzt musste ich wieder kurz bei Wikipedia nachgucken) ca. 2000 Geschäfte beherbergt. Gebrannte Filme und Software werden da ebenso selbstverständlich wie Textil-Fälschungen aller Art angeboten – teilweise so gut, dass man keinen Unterschied sehen kann. Da uns unsere Füße mittlerweile einfach nur noch unendlich schmerzten, haben wir uns in den (direkt ans Einkaufszentrum angebundenen) Skytrain geworfen und sind schnurstracks „nach Hause“ und ins Bett gedüst.

Das war jetzt (endlich) der erste richtige Reisebericht – und den nächsten Teil über den vierten Tag hätte ich eigentlich schon anfangen müssen, der kommt dann bald hinterher. 😉

PS: Es handelt sich um ein mehrseitiges Album – Umblättern nicht vergessen! 😉

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Kommentare

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Ein Gedanke zu “Bangkok, Tag 1 bis 3

  1. Der Henning

    Liest sich wieder super! Und macht Lust auf wegfahren 🙂
    bin gespannt wie es weiter geht.
    schon mal nach Fussball geguckt? Das wär mal ein Länderpunkt 😀

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