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Wanganui und ein historischer Aufzug

Mittwoch, 21. Dezember 2011 | Autor:

Weiter geht es mit meiner Reise durch Neuseeland – von Wellington aus ging es mit dem Mietwagen nach Wanganui. Für die Wahl der Stadt gab es keinen bestimmten Grund, sie lag einfach günstig in der Mitte der Strecke nach Stratford, von wo aus ich den “Forgotten World Highway” befahren wollte.

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Wellington: Te Papa und Stadterkundung

Dienstag, 20. Dezember 2011 | Autor:

Nachdem es ja fast drei Wochen lang relativ gut mit den aktuellen Berichten geklappt hat, bin ich auf der “Zielgeraden” ziemlich faul geworden. Abends war ich meistens so müde oder saß noch in geselliger Runde mit anderen Reisenden zusammen. Ich versuche, die einzelnen Abschnitte meiner Reise jetzt einfach mal tagesweise nachzuholen – und los geht es mit Wellington.

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Herzliches Willkommen in “Windy Welly”

Mittwoch, 14. Dezember 2011 | Autor:

Wie man an der nachfolgenden Karte sieht, bin ich mittlerweile an der neunten Station meiner Reise angekommen. Und wie es sich für die neuseeländische Hauptstadt Wellington (die nicht umsonst den Beinamen “Windy Wellington” trägt) gehört, war der Empfang regnerisch und sehr sehr windig.

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Waterworld und Art Déco

Dienstag, 13. Dezember 2011 | Autor:

Bevor es den Tagesbericht und die Fotos gibt, habe ich hier eine kleine Neuerung eingebaut – meine Reiseroute:

Wenn man so oft auf das Minus-Zeichen zum Zoomen klicken muss, bis man Europa in der Karte sieht, fällt einem erst einmal auf, wiiiie weit Neuseeland wirklich weg ist, oder? ;)

Heute habe ich einen kompletten Tag gehabt, um Napier etwas zu erkunden. Das Wetter war wieder deutlich besser als an dem gestrigen Nachmittag und bei strahlendem Sonnenschein habe ich mich ausgeschlafen (und nach einem Frühstück mit Nutella – endlich mal wieder! :D ) auf den Weg in das “National Aquarium of New Zealand” gemacht. Vom Namen her hört sich das ja so an, als wenn es mit Sea World konkurrieren könnte, aber vor Ort habe ich dann festgestellt, dass es doch eine Nummer kleiner ist. Auf zwei Etagen verteilt sich dann aber recht viel Interessantes und Wissenswertes über die neuseeländische Tierwelt im und rund um das Wasser. Ein echtes Highlight zum Schluss ist ein Rundgang durch ein Wasserbecken in einem Tunnel – so nah kommt man Haien sonst besser nicht. Ich habe auch endlich mal lebende Kiwis gesehen – leider sind die Tiere jedoch nachtaktiv und nur in einem sehr dunklen Bereich hinter dickem Glas untergebracht. Ohne Blitzlicht (was selbstverständlich verboten ist) war da leider kein Foto zu machen – also müsst ihr euch weiterhin mit dem Foto eines ausgestopften Exemplars begnügen. ;)

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(Alle Fotos: National Aquarium)

Auf dem Rückweg bin ich direkt am Strand entlang gelaufen und habe mir dabei noch die “Sunken Gardens” angeschaut. Auch hier ist der Name etwas theatralisch gewählt – “in echt” ist das einfach ein sehr gepflegter Mini-Park.

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(Der Weg zurück am Strand / “Eingang” zu den “Sunken Gardens”… / … und der Mini-Park… / … inklusive Wasserrad)

Für den Nachmittag habe ich mir bereits gestern das Ticket für eine weitere Guided Tour gekauft. Heute ging es 1,5 Stunden zu Fuß durch Napier, nachdem es vorher zur Einstimmung eine kurze Einführung in die Geschichte Napiers mit einer kleinen Präsentation gab. Besonders beeindruckend finde ich (das sieht man auch auf einem der folgenden Fotos, nämlich dem mit der Karte), dass vor dem Erdbeben 1931 Napier zwei Meter tiefer lag und die Landschaft komplett anders aussah. Die Stadt wurde in diesem Erdbeben fast vollständig zerstört und dann innerhalb weniger Jahre im damals angesagten Art Déco Stil wieder aufgebaut. Ein sehr berühmter Vertreter dieses Stils ist übrigens das Chrysler Building in New York City. Gebäude dieser Größenördnung gibt es hier natürlich nicht (und vermutlich ist alleine im Chrysler Building mehr Material verbaut als in ganz Napier ;) ), aber die Führung war schon sehr interessant. Oder sagen wir es mal so: Ich fand es sehr interessant, etwas über Art Déco zu erfahren, die anschließende Tour hätte ich besser alleine machen können. Unser Guide ist relativ lieblos mit uns die Route entlang gehetzt, die man auch dem zusätzlich verteilten Flyer hätte entnehmen können. Wenn ihr mal in der Nähe seid, ist Napier aber auf jeden Fall einen Abstecher wert.

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(Alle Fotos: Art Déco Walk – an welchen Elementen man die Gebäude genau erkennt, kann ich euch gerne verraten, wenn ich zurück bin ;) )

Nach dem Fußmarsch habe ich mich in einem guten (großen Dank für den Tipp wieder einmal an meinen Lonely Planet Reiseführer!) Thai-Restaurant gestärkt und dann den restlichen Abend mit neuseeländischen Weißwein, Lesen und dem Schreiben dieses Eintrags verbracht. Morgen geht es dann weiter in Hauptstadt Wellington – ich bin schon gespannt, was mich da erwartet.

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Ausspannen in Gisborne und weiter nach Napier

Montag, 12. Dezember 2011 | Autor:

Bevor jetzt auch noch der dritte Abend in Folge verstreicht, an dem ich mich nicht melde, schreibe ich mal wieder ein paar Zeilen. :) Mittlerweile bin ich übrigens in Napier angekommen, der selbsternannten “Welthauptstadt des Art Déco” – aber eins nach dem anderen:

Der 10. Dezember war leider ein toter Tag – und der ging auch schon ziemlich bescheiden los. In dem Hostel in Rotorua waren am späten Vorabend noch drei Jungs um die 20 aus Wellington eingetroffen, die auf dem Weg zu einem Foo Fighters Konzert in Auckland einen Zwischenstop eingelegt haben. Eigentlich waren die Burschen ja ganz okay, aber am frühen Morgen haben die im Zimmer einen unfassbaren Lärm gemacht, bis sie mal alle geduscht und angezogen waren… da war an Schlafen nicht mehr zu denken, also habe ich dann auch meinen Rucksack gepackt und mich auf die Weiterreise vorbereitet. Um 10.00 Uhr musste ich aus dem Hostel auschecken und der Bus nach Gisborne ging leider erst um 12.30 Uhr. Die Gepäckaufbewahrung am Busbahnhof war ein schlechter Witz – da passte mein Rucksack nie und nimmer rein! Also blieb mir nichts anderes übrig, als mit dem Gepäck über zwei Stunden zu warten. Die anschließende Busfahrt dauerte dann auch noch einmal 4,5 Stunden – entsprechend wenig habe ich also von dem Tag gehabt. Wenigstens war die Landschaft auf der Busfahrt ein echtes Highlight – so, wie man sich Neuseeland aus dem Fernsehen vorstellt! Eine echte Erleichterung war dann auch das schöne YHA-Hostel in Gisborne, in dem ich mir vorher online ein Zimmer mit “Doppelbett” reserviert hatte (das Einzelbettzimmer war bereits belegt):

11-Dez-2011 14:07, Apple iPhone 4, 2.8, 3.85mm, 0.067 sec, ISO 250
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(Hier gehts es hoch zu meinem Zimmer / Ein Zimmer nur für mich! :) )

An dem Tag habe ich nur noch einen Ausflug in den örtlichen “Pak’n'Save” gemacht. Das ist eine Supermarktkette mit überdimensionalen Filialen mit hohen Regalen, die ein bisschen an die METRO in Deutschland erinnern. Lebensmittel sind hier in NZ übrigens recht teuer und man ist froh, wenn man in so einem Supermarkt  günstig einkaufen kann.

Nach einer ruhigen Nacht (inkl. langem Ausschlafen!) bin ich erwartungsfroh in den nächsten Tag gestartet: Sonne und Strand sollten auf dem Programm stehen! Ein Blick aus dem Fenster und mir war klar, dass aus diesem Plan wohl leider nichts wird. Die Sonne ließ sich zwar blicken, aber es war dermaßen windig, dass ich mich für Sight-Seeing zu Fuß entschieden habe. Der Weg hoch auf Kaiti Hill war anstrengend, aber die Aussicht über Gisborne und die Poverty Bay lohnte sich trotz der Wolken.

11-Dez-2011 11:15, Apple iPhone 4, 2.8, 3.85mm, ISO 80
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(Pferde hamse hier auch / Zwei Eindrücke von dem Ausblick von Kaiti Hill über Gisborne und die Poverty Bay / Auf dem Weg zurück nach unten)

In dieser Bucht ist übrigens am Ende des 18. Jahrhunderts der erste Europäer gelandet – der berühmte Captain Cook hat hier zum ersten Mal neuseeländischen Boden betreten, alles Weitere ist Geschichte. Der Name der Bucht stammt von Captain Cook persönlich – nach einem Missverständnis mit dem hier lebenden Māori-Stamm (bei dem einige Māori ums Leben kamen) haben sich die Briten schnell wieder auf den Weg gemacht – und zwar ohne vorher ihre Vorräte aufzustocken, daher “Poverty Bay”, also die Bucht der Armut oder Not.

11-Dez-2011 11:56, Apple iPhone 4, 2.8, 3.85mm, ISO 80
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11-Dez-2011 13:20, Apple iPhone 4, 2.8, 3.85mm, ISO 80

(Ein Denkmal an der Stelle, wo Captain Cook Land betrat /  Eisenbahnbrücke / Das Wetter wurde langsam besser! / Ab und zu finden sich auch ganz schmucke alte Häuser in Gisborne / Die Hauptstraße von Gisborne)

Den Nachmittag habe ich dann so verbracht, wie es sich für einen Urlaub gehört: Faullenzen in der Sonne (leider nur im Garten des Hostels statt am windigen Strand) und Lesen! :) Es ist schon schwer zu glauben, wie schnell gerade solche Nachmittage auch ohne sinnvollen Inhalt vorrübergehen. Am nächsten Morgen (damit bin ich dann auch schon beim heutigen Tag angekommen) schellte mein Wecker dann wieder etwas früher und ich durfte mich mit Sack und Pack auf den Weg durch Gisborne machen. Zwei Tage vorher hatte ich bei meiner Ankunft noch Glück und der Busfahrer hat mich direkt am Hostel abgesetzt. Glücklicherweise war es erst 8.30 Uhr und die Sonne ließ sich nur ganz leicht durch die Wolkendecke blicken – in der Mittagszeit wäre ich bestimmt völlig durchgeschwitzt an der Haltestelle angekommen. Die drei Stunden Fahrt zwischen Gisborne und Napier habe ich teils mit Lesen, teils mit Schlafen und teils mit Landschaft-Bestaunen verbracht. Ich hoffe, ich habe beim Rumsitzen nun so viel Routine gesammelt, dass auch der Rückflug in zehn Tagen schnell herumgeht.

Napier macht schon einen tollen Eindruck – ich hoffe, dass ich morgen bei einer Führung durch die Stadt (und bei hoffentlich besseren Wetter, hier nieselte es heute den ganzen Nachmittag) viele Fotos machen kann. So blieb mir leider nicht viel übrig, außer einen Supermarkt zu besuchen (ich habe mir endlich mal Nutella gegönnt – habe schon furchtbare Entzugserscheinungen!) und einen kleinen Imbiss zu mir zu nehmen. Mein Hostel ist übrigens ziemlich beeindruckend (und auch im Art Déco Stil), was man von meinem “Zimmer” leider nicht sagen kann. Das sieht hier eher wie eine Gefängniszelle aus und ist auch so ausgestattet – aber das Bett ist gemütlich und ich habe meine Ruhe. Das zählt. ;)

12-Dez-2011 13:51, Apple iPhone 4, 2.8, 3.85mm, 0.067 sec, ISO 100
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(Der Weg nach oben überzeugt noch / Willkommen im Knast – 5 Quadratmeter nur für mich! ;) )

Morgen folgt dann eine geführte Tour durch Napier und ich werde wahrscheinlich auch ins “National Aquarium of New Zealand” gehen. Heute Abend hatte ich eigentlich den Plan, ins Kino zu gehen – dummerweise wurde der ganze Komplex (der auch das Museum beherbergte) gerade abgerissen und befindet sich im Neuaufbau. Vor 2013 wird das jedoch nichts und so lange wollte ich dann auch nicht hier bleiben. ;)

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